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Fondsrating und Fonds-Rating Agenturen - Basiswissen und Hintergrundinformationen
Anleger, die ihr Geld in Investmentfonds anlegen wollen, haben die Auswahl aus mehreren Tausend zugelassenen Fonds. Jeder dieser Fonds hat jedoch eine eigene Anlagestrategie und investiert in verschiedene Bereiche.





Um in diesem Bereich Transparenz zu schaffen und um dem Anleger eine Orientierungshilfe bei der Wahl des bestens Fonds zu geben, erstellen unabhängige Ratingagenturen Ratings und Rankings, die diese Suche erleichtern sollen.

Mit Hilfe dieser Verfahren werden die Fonds kategorisiert und dann miteinander vergleichen. Gleichzeitig wird die Qualität der Fondsmanager und deren Strategie bewertet. Man unterscheidet in diesem Bereich die Begriffe Ranking und Rating.

Unter einem Ranking versteht man lediglich die quantitative Betrachtung von Fonds anhand vergangenheitsbezogener Daten wie Wertentwicklung, Rendite-Risiko-Kennziffern oder Schwankungsbreite. Hierbei werden die Fonds in verschiedene Peer-Groups (Vergleichsgruppen) unterteilt, um Fonds der gleichen Anlageregion (Europa, Asien) oder der gleichen Anlagethemen (Biotechnologie, Rohstoffe) zu erkennen.

Jeder dieser Peer Group wird anschließend eine Benchmark zu geordnet, um die Entwicklung der Fonds anhand dieser zu vergleichen. Somit können Fonds, die über- oder unterdurchschnittlich abgeschnitten haben, erkannt werden.

Der Vergleich der Fonds wird immer anhand eines Vergleichszeitraumes vorgenommen. Dieser kann sehr kurzfristig (nur ein Jahr) oder auch langfristig (fünf Jahre) sein.

Um das jeweilige Risiko des Fonds zu bewerten, wird seine Schwankungsbreite, auch Volatilität genannt, untersucht. Je geringer die Schwankungsbreite des Fonds, desto besser wird er in diesem Bereich bewertet.

Ein Fondsrating hingegen nutzt zusätzlich zu den quantitativen Daten auch qualitative Kriterien wie die die oben genannte Bewertung des Fondsmanagements. Gleichzeitig wird aber auch die Kontinuität der Strategie bewertet.

Um ein Fondsrating zu erstellen, muss die jeweilige Ratingagentur daher den Fondsmanager sowie den Fonds genau betrachten. Die Bewertung der Anlagestrategie ist hierbei ebenso wichtig wie ausführliche Gespräche mit dem Fondsmanager, der seine Anlageprinzipien so erläutern kann.
Im Bereich der Fondsrating-Agenturen sind verschiedene Unternehmen aktiv.

Eine der bekanntesten Ratingagenturen ist Morningstar, die Fonds bereits in über 140 verschiedene Kategorien einteilt. Morningstar bewertet nach den Kriterien Wertentwicklung, Kosten und Risiko und verleiht hierbei für topp Fonds fünf Sterne. Diese Fonds zählen dann zu den besten 10% ihrer Kategorie. Die Zeiträume für die Bewertung liegen bei drei, fünf und zehn Jahren.

Eine der bekanntesten Fondsrating-Agenturen: Morningstar Fondsrating


Das Lipper Fondsrating wurde vor allem wegen der Vergabe des Fund Awards bekannt. Das Rating zeigt die erfolgreichsten Fonds in verschiedenen Kategorien an und legt hierbei einen Bewertungszeitraum von drei, fünf oder zehn Jahren zugrunde. Es bewertet in erster Linie die Performance, den Kapitalerhalt und die Steuereffizienz im Vergleich zu Mitbewerbern. Die Analysen von Lippers werden kostenpflichtig vor allem für institutionelle Anleger erstellt.

Mehr Informationen: Lipper Fondsrating im Überblick


Das Feri-Rating analysiert aus einem ganzheitlichen Ansatz aus qualitativen und quantitativen Merkmalen. Lediglich bei Fonds, deren Laufzeit weniger als fünf Jahren beträgt, ergänzen die qualitativen Kriterien die quantitativen. Diese Analysen werden im Auftrag der Fondsgesellschaft vorgenommen. Fonds hingegen, die länger als fünf Jahre bestehen, werden ohne Auftrag geratet. Die Darstellung des Ratings erfolgt mit dem Buchstaben A wie "sehr gut" bis E wie "schwach".

Qualitative und Quantitative Merkmale unter der Lupe: Feri Fondsrating


Die führende Ratingagentur Standard & Poor´s erstellt sowohl qualitative wie auch quantitative Analysen. Die Vergabe der S&P Fund Stars wird monatlich aktualisiert. Ebenso wie Morningstar vergibt S&P Sterne, fünf Sterne erhalten Fonds, die unter besten 25% zu finden sind.

Für die besten 20% einer Kategorie wird zudem das Funds Management Rating ermittelt, welches einmal jährlich aktualisiert wird. Es bietet auch Aussagen zu den einzelnen Fondsmanagern. Die Bewertung wird hier anhand von Buchstaben vorgenommen. Ein AAA bedeutet, dass ein Fonds ein außergewöhnlich leistungsfähiges Fondsmanagement vorweisen kann.

Die führende Rating-Agentur: Standard & Poor´s Fondsrating


Die Agentur Sauren führt in erster Linie eine Bewertung des Fondsmanagements durch, da dieser die Anlageentscheidungen maßgeblich beeinflusst und somit für den Erfolg eines Fonds verantwortlich ist. Die gleichen Grundlagen verwendet auch Telos bei der Bewertung.

Konzentration auf den Fondsmanager: Das Sauren Fonds-Rating im Überblick


Auch Citywire ermittelt die Qualität des Fondsmanagements, verbindet dies aber mit quantitativen Kriterien wie Wertentwicklung und Risikoprofil. Ebenso geht das Unternehmen FondsConsult bei der Ermittlung ihrer Fondsnote vor.

Wertentwicklung, Risikoprofil und Qualität des Fondsmanagements: Citywire Fonds-Rating


Fondsbewertung auf hohem Niveau: FondsConsult Fondsrating


Die Ratingagentur FWW zieht für ihre Betrachtung der Fonds in erster Linie die Fondsdaten sowie die Wertentwicklung und wichtige Kennzahlen heran. Die Daten des Fondsmanagements komplettieren die Analyse.


Komplette Analyse der Fondsdaten: Ratingagentur FWW

Das Telos Fondsrating untersucht und bewertet regelmäßig eine umfangreiche Gruppe von Fonds und veröffentlicht die Ergebnisse, aufgeteilt in die Kategorien Aktienfonds, Rentenfonds, gemischte Fonds, Dachfonds und Indexfonds auf der eigenen Internet-Seite.

Performance und Risikobewertung: Das Telos Fondsrating stellt sich vor

 

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